Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Dieser Müll weiß, was er (nicht) will

Dass Müll in die Tonne gehört, ist jedem bekannt. Trotzdem landet er oft woanders. Die schlichte Bitte, ihn wegzuwerfen, reicht da nicht aus. Deshalb haben wir den Müll zum Leben erweckt – im doppelten Sinn: Denn in der Litteringkampagne für die Wirtschaftsbetriebe bekam der Müll nicht nur ein Gesicht, sondern hielt mit interaktiven Maßnahmen und innovativen Aktionen in mehreren Wellen Einzug in den Duisburger Alltag.

Die Stars der Kampagne sind die Müllies: Carola und Pommfred Schranke, Martha Maske, Bernd Becher, Kai Kippe und Karla Kaugummi. Auf der dazugehörigen Landingpage wurde jeder Charakter mit seiner eigenen Geschichte vorgestellt. Ihre Gemeinsamkeit: Sie alle eint der Wunsch nach einem gemütlichen Heim. Stattdessen waren sie an bekannten Duisburger Plätzen zu sehen – und waren darüber nicht besonders glücklich.

Mit der eindringlichen Bitte, sie besser zu behandeln, forderten die Müllies alle dazu auf, ihnen ein Zuhause im sicheren Mülleimer zu geben. Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht und jeden erreicht, wurde er auf den insgesamt fünf Anzeigenmotiven in mehrere Sprachen übersetzt: Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch und Arabisch.

Dabei waren die Müllies nicht nur auf diversen Formaten, wie Großflächen oder Citylightpostern, in ganz Duisburg zu sehen, sondern begrüßten Reisende am Hauptbahnhof auch auf dem Weg zum Gleis und stellten sich auf der Gumwall tapfer der Wahl zum Lieblings-Müllie.

Um möglichst vielen ihr Anliegen mitzuteilen, nutzten die Müllies alle verfügbaren Kanäle: Im Kino traten sie mit einem Film auf und im Radio lief ihr Spot. Dort fragten wir die Duisburger, was ihr Müll wohl sagen würde, wenn er sprechen könnte. Auf der Landingpage der Kampagne konnten sich die Bürger ebenso kreativ ausleben und ihr Motiv mit ihrem Lieblings-Müllie und einem eigenen Hintergrund kreieren. Unter den 460 Einsendungen verlosten wir fünf Polaroid-Kameras.

Doch das ist noch nicht genug Action! Kai Kippe zog als wandernde Sitzbank durch Duisburg und tauchte so auch ganz plastisch im Stadtbild auf. Eine weitere Dimension wurde durch Augmented Reality geschaffen: An verschiedenen Standorten ließen sich die Graffiti-Kunstwerke der Kampagne durch das Smartphone hautnah und in Bewegung erleben.

Begleitet wurden alle Maßnahmen durch entsprechende Posts auf den Social Media-Kanälen der Wirtschaftsbetriebe sowie Social Ads. Als besonderes Extra konnten die User ihre Storys mit Müllie-GIFs und Stickern verschönern oder mit einem eigens entwickelten Filter sogar selbst zu Bernd Becher werden. Vom Stift unseres Illustrators Magnus bis auf die ganz große Leinwand war es ein weiter Weg – doch für die Müllies hat er sich ganz sicher gelohnt.